Dritte Dialogveranstaltung - nordwest2050
am 16. Mai 2013

 

Pessemeldung vom 27. Mai 2013:

Wie Frikadellen das Klima retten:
Evangelische Krankenhaus Service GmbH entwickelt mit Zulieferern praxisnahe Strategien zur „Unternehmerischen Bewältigung des Klimawandels“

Bad Zwischenahn. – Was ist drin im Essen? Und wo genau kommen die Zutaten her? Unternehmen, die Lebensmittel verarbeiten, müssen sich heute mehr denn je kritischen Fragen der Endverbraucher stellen. Auch der absehbare Klimawandel erfordert ein Umdenken. Seit 2009 engagiert sich die Evangelische Krankenhaus Service GmbH – eks deshalb im Rahmen des Forschungsprojekts nordwest2050 mit Blick auf den Klimawandel und nachhaltiges Wirtschaften. Eine 2012 gestartete Workshop-Reihe brachte erste Ergebnisse: Transparenz durch Regionalität, Logistik der kurzen Wege und Glaubwürdigkeit als Unternehmen sind die Faktoren, die für Verbraucher immer wichtiger werden und aus regionalen Anbietern „Local Heros“ in Sachen Klima machen können.

Mitte Mai lud Dirk Warnecke, Geschäftsführerder eks, zum dritten Mal 15 regionale Zulieferbetriebe zum Dialog am Firmensitznach Bad Zwischenahn ein. Unter der Leitung der ecco Unternehmensberatung GmbH aus Oldenburg diskutierten die Teilnehmer, wie die Ergebnisse des letzten Workshops „Mit Weitblick die Zukunft im Visier – Unternehmerische Bewältigung des Klimawandels" jetzt ganz praktisch umgesetzt werden können. Gefragt war ein konkreter Fahrplan für die Zusammenarbeit in Sachen Klimaanpassung und Klimaschutz, und so entwickelten die Teilnehmer gemeinsam Ideen für eine verantwortungsbewusste, regionale Ernährungswirtschaft. Neben der Entwicklung von geeigneten Vermarktungsstrategien seien vor allem Regeln und Qualitätsstandards für Produkte gefragt, die im Einklang mit Klimaschutz-Zielen und der Anpassung an den Klimawandel stehen.

eks-Betriebsleiter Torsten Winter erläuterte am Beispiel einer hausgemachten Frikadelle, welchen Beitrag einzelne Erzeuger undLieferanten leisten können: „Wer sich von industriellen Massenproduktenabsetzen will, weiß nicht nur, was drin ist, sondern bezieht im besten Fallwesentliche Zutaten direkt aus der Region. Die gute Qualität der Zutaten überzeugt die Verbraucher, und die kurzen Transportwege sind gut fürs Klima."


 


Damit dies für den Kunden im Einzelnen nachvollziehbar wird, sprachen sich die Teilnehmer für die Einführung einer Informationsplattform im Internet aus: „Dort könnten sich alle Akteure des regionalen Netzwerks präsentieren und ihre Qualitätsstandards veröffentlichen", beschreibt Martin Bartsch, Stadtfleischerei Bartsch, die Vorteile eines solchen Portals.

Denn für den Verbraucher spielt Transparenz eine besonders große Rolle, wie Michael Klein, Projektleiter bei der eks-GmbH weiß: „Das Vertrauen der Kunden kann nur gewinnen, wer als Produzent genügend Informationen bereitstellt und seine Versprechen einhält." So kommen auch viele der mittelständischen Firmen, die die eks beliefern, aus der Region und sind bei den Verbrauchern für ihre Qualität bekannt – ein großes Potenzial, mit dem sich gemeinsam noch mehr erreichen lässt.


www.nordwest2050.de
www.ecco.de
www.spiekerooger-klimagespraeche.de


Am Ende des Workshops formulierten die Teilnehmer das Ziel, den Vernunftgedanken bei Lebensmittelproduzenten und Verbrauchern noch mehr ins Bewusstsein zu bringen. Denn Regionalität, Qualitätund Transparenz sind wesentliche Kriterien für den Klimaschutz und ein an den Klimawandel angepasstes Handeln. Der Vorschlag von Dirk Warnecke, ein gemeinsames Leitbild zu entwickeln, nach dem alle beteiligten Unternehmenhandeln, soll bis August umgesetzt werden. Ein gemeinsamer Internetauftritt alsTeil des Marketingkonzepts könnte dann schon im September „online" gehen.

„Wir haben so tolle Produkte in Oldenburg und im Ammerland", lautete das Fazit der Teilnehmer, „man muss nicht den Joghurt aus Bayern kaufen – und Frikadellen mit Zutaten aus der Region schmecken Verbrauchern und dem Klima!".

Sie möchten mehr zu eks oder unserem Engagement für nordwest2050 wissen? Gern!
Ev. Krankenhaus Service GmbH
Herr Michael Klein
Tel. 04403 / 62 44 0 – 0 
E-Mail: Turn on JavaScript!