Zweite Dialogveranstaltung - nordwest2050
am 27. Februar 2013

 

Pessemeldung vom 1. März 2013:

Vertrauen als wichtigste Zutat
– Evangelische Krankenhaus Service GmbH setzt auf regionale Zulieferer:
Gemeinsamer Dialog zur „Unternehmerischen Bewältigung des Klimawandels"

Bad Zwischenahn. – Wer Lebensmittel verarbeitet, hat es zur Zeit nicht leicht: Immer neue Lebensmittelskandale und der absehbare Klimawandel erfordern ein Umdenken und neue Konzepte. Seit 2009 engagiert sich die Evangelische Krankenhaus Service GmbH – eks deshalb im Rahmen des Forschungsprojekt nordwest2050 mit Blick auf den Klimawandel und nachhaltiges Wirtschaften.

Am 27. Februar 2013 fand unter der Überschrift „Mit Weitblick die Zukunft im Visier – Regionales Engagement zur Klimaanpassung" der zweite Workshop mit eks-Zulieferern statt. Dirk Warnecke, Geschäftsführer der eks, lud wie bereits bei der Auftaktveranstaltung im Oktober fünfzehn regionale Zulieferbetriebe zum Firmensitz nach Bad Zwischenahn ein. Damit setzt das Unternehmen erfolgreich einen Dialog fort mit dem Ziel, neue Erkenntnisse in Visionen, aber auch konkretes Handeln umzusetzen. Unter der Leitung der ecco Unternehmensberatung GmbH aus Oldenburg diskutierten die Teilnehmer, welche Strategien auf den Klimawandel vorbereiten und das Vertrauen des Verbrauchers stärken. Das Ergebnis: Transparenz durch Regionalität, Logistik der kurzen Wege und Glaubwürdigkeit sind die wichtigsten Faktoren. So werden aus regionalen Anbietern „Local Heros" in Sachen Klima – und nicht zuletzt Arbeitsplätze gesichert.

Rund 3.000 Essen produziert die Evangelische Service GmbH – eks täglich und liefert an Kunden im Ammerland und in Oldenburg, vom Krankenhaus bis zur Schule. Umso besser, wenn auch die Zutaten aus der Region kommen und die Qualität für eks und die Kunden nachprüfbar ist. Die eks setzt darum verstärkt auf heimische Produkte regionaler Zulieferer. Hinzu kommt eine Ressourcen schonende Ökobilanz durch kurze Lieferwege: „Wir arbeiten schon lange und gern mit Zulieferern aus der Region zusammen" erläutert Dirk Warnecke, „denn wenn sich alle Partner persönlich kennen, stehen sie auch persönlich für die Qualität ihrer Produkte ein." Auf das Forschungsprojekt nordwest2050 sei man aufmerksam geworden, weil nachhaltiges Wirtschaften alle angehe: Schließlich gelte es, sich rechtzeitig auf die Veränderungen für die Ernährungsindustrie durch den Klimawandel einzustellen.


www.nordwest2050.de
www.ecco.de
www.spiekerooger-klimagespraeche.de



 

Im Mittelpunkt des zweiten Workshops stand die Frage, welche Qualitätsstandards regionale Betriebe der Lebensmittelbranche bieten und welche Ziele sie in Zukunft verfolgen. So berichtete Michael Haase; Betriebsleiter bei der Müller & Egerer Bäckerei Konditorei GmbH, Rastede, über bereits unternommene Anstrengungen, um Backerzeugnisse möglichst ohne Zusatzstoffe herzustellen. Und Dennis Kayser, Gebietsverkaufsleiter der Getränke Ahlers GmbH erläutert die Vorteile einer lokalen Vertriebsstruktur: „Die Nähe zum Kunden ermöglicht kürzeste Reaktionszeiten – und zur eks sind gerade einmal 500 Meter!“

Diskutierten in Bad Zwischenahn über Klimawandel und Unternehmer-Engagement: Die eks – Evangelische Krankenhaus Service GmbH im Kreis regionaler Zulieferern. Dirk Warnecke (oben, 2.v.r.), Geschäftsführer eks, führte durch den Tag.

Ein Blick in andere Regionen Deutschlands, z.B. nach Bayern zeige, dass der Faktor „heimatnahe Produkte“ dort schon lange als Wettbewerbsvorteil eingesetzt werde. Die Kunden fühlen sich dem Produkt verbunden, und Unternehmen tragen durch eine gute Vernetzung dazu bei, den eigenen Wirtschaftsstandort zu stärken und Arbeitsplätze zu sichern.

Trotzdem sei es schwierig, nicht nur die Einstellung der Verbraucher, sondern auch ihr Kaufverhalten zu ändern: „Jeder mag den Laden um die Ecke, bestellt dann aber doch im Internet, wenn es billiger ist“, war ein Fazit. Gerade bei Lebensmitteln müsse man besser vermitteln, was Qualität wert ist und deshalb auch kosten darf. Die eks-Zulieferer verständigten sich schließlich auf folgende Ziele: das Netz der regionalen Lieferbeziehungen auszubauen, gemeinsame Qualitätsstandards zu vereinbaren, Qualitätsziele zu erarbeiten und die regionale Zusammenarbeit in der Kundenkommunikation zu stärken. In den kommenden Wochen werden nun Strukturen gebildet, um die Arbeitsfelder Vernetzung, Standards & Regeln sowie Marketing in Angriff zu nehmen. Denn darin sind sich die Teilnehmer einig: Innovative Produkte, kurze Entfernungen und eine bessere Kommunikation sind für lokale Akteure der Lebensmittelbranche die beste Zutat, um sich erfolgreich auf globale Klimaveränderungen einzustellen.

Sie möchten mehr zu eks oder unserem Engagement für nordwest2050 wissen? Gern!
Ev. Krankenhaus Service GmbH
Herr Michael Klein
Tel. 04403 / 62 44 0 – 0 
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